Ausgestorben?

Es gibt sie kaum noch. Schüler, die nicht gleich den Stereo-Turm anknipsen, wenn sie nach Hause kommen. Autofahrer, bei denen das CD-Rack nicht mit der Zündung anklickt und den neuesten Hit ableiert. Busfahrgäste, die nicht telefonieren, smssen oder sich mit dem Walkman die Dröhnung geben. Arbeitsplätze, in denen nicht den ganzen Tag die Endlosmusik aus dem Radio daherplätschert. Partys, bei denen man sich gut unterhalten kann. Freunde, die einem zuhören.

Es gibt sie kaum noch. Menschen, die noch nachdenken, über das, was um sie herum passiert. Die die Meinungen und Argumente prüfen, denen sie sich anschließen. Die noch realisieren, wie die Medien sie für ihre Interessen beeinflussen wollen. Die am Abend einmal bewusst den Fernseher auslassen, um über sich nachzudenken. Über ihr Leben. Auch über ihr Sterben.

Es gibt sie kaum noch. Menschen, die prüfen, ob etwas dran ist, an diesem Jesus Christus. Die sich Zeit nehmen, dem Leben auf den Grund zu gehen. Vielleicht sogar mal in der Bibel lesen. Und die dann still sind. Wirklich still. Und warten, ob Gott ihnen nicht etwas zu sagen hat.

-mz