Morgen kommt nicht der Weihnachtsmann

Was bedeutet für Dich Weihnachten? Wie würdest Du antworten, wenn man Dir diese Frage stellen würde?

Stellen wir uns mal vor, wir würden eine Umfrage in der weihnachtlichen Fußgängerzone einer großen Stadt machen. Schöne Erinnerungen an die Kinderzeit, wäre sicherlich eine der häufigsten Antworten. Ein bisschen familiäre Atmosphäre, "heile Welt" für einen Abend, Friede auf Erden, sich gegenseitig beschenken, einander lieben... - das alles würden die Menschen bestimmt auch antworten.

Neben den positiven Gedanken zur Weihnachtszeit würde man sicherlich auch von "Weihnachtsstreß", Geldknappheit, rührseligem Getue, Geschäftemacherei und "frommen Märchen" hören. Und manche Menschen würden klagen über Hunger und Leid in der Welt. Über Flüchtlinge und über Krieg. Und das, obwohl es doch in der Weihnachtsgeschichte heißt: "Friede auf Erden".

"An den Weihnachtsmann glaube ich schon lange nicht mehr." Ich bin mir sicher, daß einige Menschen mit dieser Aussage die Frage abtun würden. Und dazu kann ich nur sagen: "Ich auch". An den Weihnachtsmann glaube ich nicht mehr. Aber - und das ist das Schöne an Weihnachten - um den Weihnachtsmann geht es da ja auch gar nicht. Denn der ist wirklich nur eine Märchenfigur. Und der kann unser Leben oder die Weltlage auch nicht ändern.

Ganz anders verhält es sich aber mit dem, dessen Geburt wir an diesem Tag feiern. Der ist nämlich keine Märchen- oder Sagengestalt. Nein, der ist Realität. Und er wurde vor etwa 2000 Jahren geboren. Und zwar mitten hinein in Hunger, Flucht und - na ja, nicht gerade Krieg, aber immerhin in militärische Besatzung. Mitten hinein in Unterdrückung und armseligste Verhältnisse. Und trotz dieser äußeren Umstände war in der Nacht seiner Geburt der Himmel offen. Da war wirklich "der Himmel auf Erden" spürbar. Darum geht es, daß wir das begreifen: Wenn ER, Jesus, bei uns ist, dann mögen die äußeren Umstände sein, wie sie wollen.

Ob wir "himmelhochjauchzend" oder "zu Tode betrübt" das Fest am 24. Dezember begehen, auf die Umstände und unsere Gefühle kommt es nicht an. Wenn er dabei ist, wenn wir uns dessen bewusst sind, daß wir IHN dazu brauchen, dann wird wirklich Weihnachten. Egal, wie es in uns oder um uns ausschaut. Und wenn Jesus dabei ist, dann wird spürbar was der Prophet Jesaja in der Bibel sagt:

"Noch bedeckt Dunkelheit die Erde, und alle Völker leben in finsterer Nacht. Doch über dir leuchtet das Licht des Herrn auf, und seine Herrlichkeit überstrahlt dich."

Dann wird Weihnachten viel mehr als nur eine schöne Kindheitserinnerung, Streß oder Geldmacherei. Dann wird es wirklich ein ganz besonderes Fest.

Das Kreuz&Quer-Team wünscht euch ein von Gott gesegnetes Weihnachten!

-tt