Mit Gott auf du

"Stell Dir vor es wär wahr,
du wärst nicht mehr allein
und die Frage nach Sinn
unbedeutend und klein.
Stell dir vor es wär war
und er wäre jetzt hier,
wäre für dich zu sprechen,
stände gleich neben dir."
Cilassamama/Tobias Wittenberg

Es ist wohl so: Viel zu oft reden wir über Gott nur in der dritten Person. Gott  - wenn es ihn denn gibt - ist jemand, der weit von uns entfernt auf einem andern Planeten lebt und an den man nur schwer herankommt. So scheint es uns zumindest nicht selten. Wenn wir über religiöse Fragen diskutieren, über die Leidfrage, über den Sinn des Lebens und über weltanschauliche Fragen, sprechen wir meist viel über Gott, doch nur selten mit ihm selbst. Vielleicht haben wir viel theoretisches Wissen auf Lager und sind auch philosophisch fit. In all diesen Überlegungen ist Gott jedoch nur der Gegenstand von Aussagen, aber kein Du, mit dem wir sprechen. Darum kommen wir als "religiös Interessierte", als weltanschaulich bewegte Menschen auch so erbärmlich wenig vom Fleck. Darum finden wir dabei auch keinen Frieden.

Der lebendige Gott, der er sich uns in der Bibel zu erkennen gibt und der es unendlich gut mit uns meint, ist hingegen erstaunlich unkompliziert. Er ist ein Gott zum "anfassen" und steht gleich neben uns, in diesem Moment. Er bietet uns das "Du" an und möchte dass, wir mit ihm ganz einfach reden. Viele haben Angst vor diesem Schritt, endlich einmal ihre ganzen Bedenken und selbsterdachten Theorien beiseite zu legen und in eine Beziehung mit dem lebendigen Gott einzutreten. Kann sein, dass sich dann vielleicht wirklich etwas in ihrem so hübsch durchdachten Leben ändern müsste/würde. Nun gut, es gehört ja zum Wesen eines Angebots, dass man es auch ausschlagen kann. Aber dann kommt man eben auch nicht weiter.

-mz