Gott gibt es nicht!

Letztens schalte ich das Radio ein. Es läuft gerade ein Beitrag, bei dem ein Radio-Reporter Kinder darüber befragt, wie sie sich Gott vorstellen. Ein 9jähriger meint, Gott habe "große Füße und einen gelben Schal". Ich frage mich, wie es im Leben dieses Jungen wohl dazu kam, dass er von Gott denkt, dass er große Füße haben müsse...aber da kommt schon der nächste Beitrag eines 10jährigen, der mich beinahe vom Küchenstuhl haut: "Gott gibt es nicht. Den haben sich die Menschen nur ausgedacht, damit sie etwas haben, woran sie glauben können."
Diesen Satz habe ich schon oft im Leben gehört - von Schulfreunden, Bekannten, Studenten - aber wohl noch nie von einem 10jährigen! Es ist durchaus zu bezweifeln, dass dieser Junge sich schon selbst intensiver über diese Aussage einmal Gedanken gemacht hat, und vor allem, ob sein Wissenshorizont schon weit genug ist, um dies wirklich beurteilen zu können. Schon gar nicht wird ihm bewusst gewesen sein, dass er gerade in zwei Sätzen die Gottesphilosophie von Feuerbach (dt. Philosoph) zusammengefasst hat. Wahrscheinlich hat er seine Meinung nur von irgendjemanden übernommen - von seinen Eltern, einem Lehrer oder von Kapitän Blaubär im Fernsehen.

Es ist erschreckend, aber sogar wenn man sich mit Erwachsenen unterhält, stellt man oft fest, dass über die eigene Beziehung zu Gott nur selten selbst nachgedacht wurde. Viele Menschen übernehmen bei den wichtigsten Fragen des Lebens einfach ungeprüft was gerade "in" ist - was sich u. U. auch sehr schnell ändert - und unterscheiden sich dadurch nicht sehr von unserem 10jährigen, der Feuerbach zitiert. In den seltensten Fällen spielen echte Argumente eine Rolle, wenn man Leute fragt, warum sie nicht an Gott und Jesus Christus glauben.

Wie ist es bei Dir? Hast Du Dich schon einmal ganz persönlich mit Gott und seinem Evangelium auseinandergesetzt? Wer ist Gott für Dich und worauf stützt Du Deine Antwort? Es lohnt sich, wenn Du Dir etwas Zeit nimmst, um diese Fragen für Dich zu beantworten!

Nun fängt ein neues Jahr an und was es Dir bringen wird, ist noch ungewiss. Wir von Kreuz&Quer wünschen Dir jedenfalls, dass Du in diesem Jahr mit dem lebendigen, Dich liebenden Gott in Berührung kommst. Gott hat versprochen, dass er sich jedem zu erkennen gibt, der ihn von ganzem Herzen sucht. Und ihn (wieder) zu finden, ist das Aufregendste und Beste, was Dir in diesem Jahr passieren kann!

-mz